SchweizAbstimmung · 27. SeptemberWahlen 2027

Volksinitiative · Schweiz

Ernährungsinitiative: Abstimmung am 27. September 2026

Soll die Schweiz mindestens 70 Prozent ihrer Lebensmittel selbst erzeugen und die Produktion stärker auf Pflanzen, Trinkwasser- und Bodenschutz ausrichten?

Aktuelle SRG-Trendumfrage

Umfrage zur Ernährungsinitiative

Feldzeit 3.–16. August 2026 · Fehlerbereich ±2.8 Punkte

Ja 47%Offen 4%Nein 49%
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Worum geht es bei der Ernährungsinitiative?

Die Initiative verlangt, dass mindestens 70 Prozent der in der Schweiz konsumierten Lebensmittel im Inland hergestellt werden. Dafür soll die Landwirtschaft weniger tierische und mehr pflanzliche Lebensmittel produzieren sowie Pflanzenschutz- und Düngemitteleinsatz reduzieren. Die Ziele sollen innerhalb von zehn Jahren erreicht werden.

Was würde sich bei einem Ja ändern?

  1. 01

    Ein Netto-Selbstversorgungsgrad von mindestens 70 Prozent würde Verfassungsziel.

  2. 02

    Die landwirtschaftliche Produktion soll sich stärker zu pflanzlichen Lebensmitteln verschieben.

  3. 03

    Trinkwasser, Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität sollen stärker geschützt werden.

  4. 04

    Der Bund müsste die Ziele innerhalb von zehn Jahren umsetzen.

Argumente dafür

Was für ein Ja spricht

  • Mehr Inlandproduktion soll die Versorgung in Krisen robuster machen.
  • Mehr pflanzliche Produktion kann die verfügbare Fläche effizienter für die menschliche Ernährung nutzen.
  • Die Initiative verbindet Versorgungssicherheit mit Wasser-, Boden- und Biodiversitätsschutz.
Argumente dagegen

Was für ein Nein spricht

  • Bundesrat und Parlament halten das 70-Prozent-Ziel in zehn Jahren für kaum erreichbar.
  • Die Umsetzung könnte starke staatliche Eingriffe und hohe Kosten verursachen.
  • Kritisiert werden mögliche Einschränkungen der Wahlfreiheit und Zielkonflikte mit Importen.

Einordnung

Was die Umfrage jetzt sagt

Die erste SRG-Trendumfrage liegt innerhalb des Fehlerbereichs praktisch offen. Bei einer Volksinitiative reicht ein Volksmehr allein nicht: Auch die Mehrheit der Kantone muss zustimmen.

Bundesrat, Parlament und Parteiparolen

Die dokumentierten Empfehlungen sowie die Schlussabstimmungen im National- und Ständerat.

Nationalrat0 Ja · 194 Nein
Ständerat0 Ja · 44 Nein
ParteiErnährungsinitiative
SVPNoch offen
SPNein
MitteNoch offen
FDPNein
GrüneNoch offen
GLPNein
EVPNein

Wie positionierten sich Bundesrat und Parlament?

Der Bundesrat empfahl ein Nein, die Parlamentsmehrheit ebenfalls ein Nein. Im Nationalrat lautete die Schlussabstimmung 0 Ja zu 194 Nein. Im Ständerat standen 0 Ja- 44 Nein-Stimmen gegenüber. Die Parteimatrix zeigt die national dokumentierten Parolen; fehlende Werte werden nicht geschätzt.

Wie kam die Vorlage zur Abstimmung?

Als Urheber oder Referendumsträger nennt Swissvotes: Verein «Sauberes Trinkwasser für alle», unterstützt von Umwelt- und Tierschutzorganisationen. Dokumentiert sind 112'736 eingereichte Unterschriften. Der parlamentarische Vorgang wird unter der Geschäftsnummer 25.067 geführt.

Daten und Originalquellen

Stimmt ein zusammengefasster Wert nicht mit einer amtlichen Veröffentlichung überein, ist die Primärquelle massgeblich. Stimmradar zeigt den Datenstand und verlinkt den Swissvotes-Datensatz, amtliche Resultate, Karten und politische Chronologien direkt.

Quellen zur Ernährungsinitiative

Swissvotes-Dossier Chronologie von Année Politique Suisse Bundesrat: Ernährungsinitiative SRG-Trendumfrage

Stimmradar fasst Positionen und Daten redaktionell zusammen. Massgeblich bleiben Abstimmungstext, Abstimmungsbüchlein und amtliche Resultate.