Ernährungsinitiative: Abstimmung am 27. September 2026
Soll die Schweiz mindestens 70 Prozent ihrer Lebensmittel selbst erzeugen und die Produktion stärker auf Pflanzen, Trinkwasser- und Bodenschutz ausrichten?
Aktuelle SRG-Trendumfrage
Umfrage zur Ernährungsinitiative
Feldzeit 3.–16. August 2026 · Fehlerbereich ±2.8 Punkte
Die Initiative verlangt, dass mindestens 70 Prozent der in der Schweiz konsumierten Lebensmittel im Inland hergestellt werden. Dafür soll die Landwirtschaft weniger tierische und mehr pflanzliche Lebensmittel produzieren sowie Pflanzenschutz- und Düngemitteleinsatz reduzieren. Die Ziele sollen innerhalb von zehn Jahren erreicht werden.
Was würde sich bei einem Ja ändern?
01
Ein Netto-Selbstversorgungsgrad von mindestens 70 Prozent würde Verfassungsziel.
02
Die landwirtschaftliche Produktion soll sich stärker zu pflanzlichen Lebensmitteln verschieben.
03
Trinkwasser, Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität sollen stärker geschützt werden.
04
Der Bund müsste die Ziele innerhalb von zehn Jahren umsetzen.
Argumente dafür
Was für ein Ja spricht
Mehr Inlandproduktion soll die Versorgung in Krisen robuster machen.
Mehr pflanzliche Produktion kann die verfügbare Fläche effizienter für die menschliche Ernährung nutzen.
Die Initiative verbindet Versorgungssicherheit mit Wasser-, Boden- und Biodiversitätsschutz.
Argumente dagegen
Was für ein Nein spricht
Bundesrat und Parlament halten das 70-Prozent-Ziel in zehn Jahren für kaum erreichbar.
Die Umsetzung könnte starke staatliche Eingriffe und hohe Kosten verursachen.
Kritisiert werden mögliche Einschränkungen der Wahlfreiheit und Zielkonflikte mit Importen.
Einordnung
Was die Umfrage jetzt sagt
Die erste SRG-Trendumfrage liegt innerhalb des Fehlerbereichs praktisch offen. Bei einer Volksinitiative reicht ein Volksmehr allein nicht: Auch die Mehrheit der Kantone muss zustimmen.
Bundesrat, Parlament und Parteiparolen
Die dokumentierten Empfehlungen sowie die Schlussabstimmungen im National- und Ständerat.
Nationalrat0 Ja · 194 Nein
Ständerat0 Ja · 44 Nein
Partei
Ernährungsinitiative
SVP
Noch offen
SP
Nein
Mitte
Noch offen
FDP
Nein
Grüne
Noch offen
GLP
Nein
EVP
Nein
Wie positionierten sich Bundesrat und Parlament?
Der Bundesrat empfahl ein Nein, die Parlamentsmehrheit ebenfalls ein Nein. Im Nationalrat lautete die Schlussabstimmung 0 Ja zu 194 Nein. Im Ständerat standen 0 Ja- 44 Nein-Stimmen gegenüber. Die Parteimatrix zeigt die national dokumentierten Parolen; fehlende Werte werden nicht geschätzt.
Wie kam die Vorlage zur Abstimmung?
Als Urheber oder Referendumsträger nennt Swissvotes: Verein «Sauberes Trinkwasser für alle», unterstützt von Umwelt- und Tierschutzorganisationen. Dokumentiert sind 112'736 eingereichte Unterschriften. Der parlamentarische Vorgang wird unter der Geschäftsnummer 25.067 geführt.
Daten und Originalquellen
Stimmt ein zusammengefasster Wert nicht mit einer amtlichen Veröffentlichung überein, ist die Primärquelle massgeblich. Stimmradar zeigt den Datenstand und verlinkt den Swissvotes-Datensatz, amtliche Resultate, Karten und politische Chronologien direkt.