Eidgenössische Abstimmung · Schweiz
Abstimmung vom 27. September 2026: Vorlagen und Umfragen
Die Schweiz entscheidet über die Neutralitätsinitiative und die Ernährungsinitiative. Hier stehen Abstimmungsfragen, aktuelle Umfragewerte, Parteiparolen und die wichtigsten Folgen beider Vorlagen.
Die zwei eidgenössischen Vorlagen
Beide Dossiers trennen Initiativtext, Argumente, Behördenposition und Umfrage. Öffne eine Vorlage für die vollständige Erklärung und die Originalquellen.
Parteiparolen zur Abstimmung
Die Matrix zeigt nur veröffentlichte Empfehlungen. Noch nicht eindeutig dokumentierte Positionen bleiben offen.
| Partei | Neutralitätsinitiative | Ernährungsinitiative |
|---|---|---|
| SVP | Ja | Noch offen |
| SP | Nein | Nein |
| Mitte | Noch offen | Noch offen |
| FDP | Nein | Nein |
| Grüne | Noch offen | Noch offen |
| GLP | Nein | Nein |
| EVP | Nein | Nein |
Welche Vorlagen kommen am 27. September 2026 zur Abstimmung?
Auf dem eidgenössischen Stimmzettel stehen zwei Volksinitiativen. Die Neutralitätsinitiative betrifft die Verankerung und Ausgestaltung der schweizerischen Neutralität. Die Ernährungsinitiative betrifft den Selbstversorgungsgrad, die Ausrichtung der landwirtschaftlichen Produktion und den Schutz natürlicher Produktionsgrundlagen.
Neutralitätsinitiative: Worum geht es?
Die Initiative will die immerwährende und bewaffnete Neutralität detaillierter in der Bundesverfassung festschreiben. Sie begrenzt die Zusammenarbeit mit Militär- und Verteidigungsbündnissen und schränkt eigenständige Sanktionen gegen kriegführende Staaten ein. Bundesrat und Parlament empfehlen die Initiative zur Ablehnung. In der ersten SRG-Trendumfrage lagen 42 Prozent bei Ja, 54 Prozent bei Nein und 4 Prozent waren unentschieden.
Ernährungsinitiative: Worum geht es?
Die Vorlage verlangt, dass mindestens 70 Prozent der in der Schweiz konsumierten Lebensmittel netto im Inland produziert werden. Zudem soll sich die Produktion stärker auf pflanzliche Lebensmittel ausrichten und Trinkwasser, Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität stärker schützen. Bundesrat und Parlament empfehlen ein Nein. Die erste SRG-Trendumfrage ergab 47 Prozent Ja, 49 Prozent Nein und 4 Prozent Unentschiedene; der Abstand liegt innerhalb des ausgewiesenen Fehlerbereichs.
Was bedeutet Volks- und Ständemehr?
Da beide Vorlagen Volksinitiativen sind, genügt eine Mehrheit der Stimmenden nicht. Zusätzlich muss eine Mehrheit der Standesstimmen zustimmen. Die 20 Vollkantone besitzen je eine Standesstimme, die sechs früheren Halbkantone je eine halbe. Deshalb kann eine Vorlage trotz knappem Volksmehr scheitern, wenn sie das Ständemehr verfehlt.
Wie sind die Umfragen zu lesen?
Die publizierten Werte sind Momentaufnahmen während der Feldzeit vom 3. bis 16. August 2026. Der statistische Fehlerbereich beträgt ±2,8 Prozentpunkte. Kampagnen, Beteiligung und Meinungsänderungen nach der Befragung können das Endresultat beeinflussen. Eine zweite Messung ist nötig, bevor aus einer einzelnen Momentaufnahme ein Verlauf abgeleitet werden kann.